Hommage an meine hörende Mutter – Lippenlesen

In meinem Bericht Hommage an meine hörende Mutter kann man nachlesen, wie dankbar ich meiner Mutter bin.

Hier unten auf dem Bild könnt ihr sehen, wie ich als Kleinkind meiner Mutter genau auf den Mund schaute zum Lippenlesen. Meine Mutter achtete immer darauf, dass ich ihren Mund gut und deutlich sehen konnte. Sie war sehr geduldig mit mir.

Als sie erfahren hat (es war für sie natürlich schlimm), dass ich nicht hören kann (mit 9 Monaten festgestellt), hat sie seitdem immer darauf geachtet, dass ich sie ansehe, wenn sie spricht.

Bei meiner jüngsten Schwester hatte meine Mutter mehr Erfahrung.

Über meine zwei gehörlose Schwestern werde ich auch noch berichten. Das würde vielleicht auch den hörenden verzweifelnden und hilflosen Eltern (so wie meine Eltern es damals auch waren) helfen, ihrem hörbehinderten Kind eine gute und spielerische Förderung zu geben und nicht zu verzagen.

Im nächsten Bericht seht Ihr, wie meine Mutter mir meinen Wortschatz vergrößerte…

Ähnliche Beiträge

  • Gehörlose können alles, nur nicht hören

    Gehörlose können alles, nur nicht hören   Stimmt dieser Spruch denn überhaupt? Meiner Meinung nach stimmt der Spruch überhaupt nicht! Nennt mir bitte Beispiele, was die Gehörlosen NICHT können aufgrund der Hörbehinderung und NICHT ausüben dürfen… Zum Beispiel: – Diskutieren mit Hörenden – Flugschein verboten – Hören ist Voraussetzung! Ich selbst wollte eigentlich Sportlehrerin werden,…

  • Parallelen zwischen Gabi Deckers tauber Kater und mir

    Sicher fragt Ihr euch jetzt: „Gabi Deckers tauber Kater???“ Bevor ich näher auf ihren tauben Kater eingehe, möchte ich erst mal schreiben, wer genau Gabi Decker ist. Hier ist ihr Foto: (entnommen aus ihrer Website www.gabidecker.de) Gabi Decker ist sicher vielen Gehörlosen nicht bekannt. Sie ist eine sehr vielseitige Komikerin, Kabarettistin. Sie hat sich auf…

  • Meine taubstumme Zeit…

    Ja, da staunt Ihr schön, was? Ich trug selbst dazu was bei, dass die Hörenden mich als taubstumm nannten… Doch nun der Reihe nach. Als Kind ging ich mit meiner Nachbarsfreundin in die Turnstunde vom Turnsportverein Speyer (TSV Speyer). Ich war da so ca. 5 bis 6 Jahre alt. Gegenüber anderen hörenden Kindern war ich…

  • Schweigende Mönche gebärden

    Ich las ein Buch mit dem Titel „Der dunkle Spiegel“ von der deutschen Autorin Andrea Schacht. Es ist ein deutscher historischer Roman, der sich im Jahr 1376 in Köln abspielt. Darin wird eine Begine verdächtigt, den Kranken, dem sie eine Arznei brachte, umgebracht zu haben. Durch ihr loses Mundwerk ist sie ins Visier eines Inquisitors…

  • CD ist dem ertaubten Beethoven zu verdanken

    Überall sehe ich Spuren auf der Welt, wo die Taubheit bzw. Ertaubt-Sein eine große Rolle spielt und dank dessen so manche Dinge erfunden werden. Ich bin kürzlich auf einen Bericht gestoßen, dass der „Vater der CD“ Norio Ohga (Unternehmen SONY) verstorben ist. Er erfand die CD, um „Die Neunte Sinfonie“ vom Beethoven ohne Unterbrechung abspielen…

  • Bericht über den Girls Day 2010 im Landtag NRW (1)

    Bericht über den Girls Day 2010 im Landtag NRW (1) Hier vorerst mal einige Presseberichte über den Girls Day 2010 mit der hörgeschädigten Truckerin Verena Künne: „… stellt sich deshalb heute eine gehörlose Truckerin den BesucherInnen des Girls‘ Days vor …“ Quelle: Mehr Zukunftsoptionen für junge Frauen (von Barbara Steffens, Frauenpolitische Sprecherin, Bündnis Grüne) –…

2 Kommentare

  1. Ganz sicher wird dieser Bericht betroffenen Eltern Mut machen.
    Beim Leben mit blinden Kindern waren die Mütter, die bereits ihr blindes Kind liebevoll förderten, ein Gewinn für die noch „unerfahrenen“ Mütter – und eine Hilfe.
    (So meine berufliche Praxis).

    ERICH MEYER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert